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Die drei Vorwerk Modelle "52", "53" und "111" sind absolut identische Geräte. Lediglich der Farbwechsel zu grün / creme und die Anbringung des Zubehörs haben sich geändert, sowie Verbesserung des Störschutz. Da ich meine "111"er Modelle schon vor Beginn dieser Homepage restaurierte, bietet sich hier das italienische Modell Folletto "111" zur Komplettrestauration, sowie ein deutscher Kobold "111" und das vorhergehende Modell Vorwerk Kobold "53" zum restaurieren als Viehputzgerät an.

Absolut super verpackt verließ das Gerät den Verkäufer in Italien.

Das auspacken war recht nervenaufreibend, denn der Kobold war wie eine Mumie in etliche Lagen Luftpolsterfolie mit meterweise Klebeband eingepackt. So konnte beim Transport wirklich nichts zu Bruch gehen. Die Besonderheit bei diesem Gerät ist das grüne Zubehör. Die Materialzusammensetzung besteht aus GRÜNEM Bakelit und simplem Gummi.

Vorsichtig ausgepackt und gleich das total zerbröselte Anschlußkabel entsorgt. Den einzigartigen italienischen Stecker werde ich jedoch aufheben, nur bedarf es eines neuen Anschlußkabels, denn hinterher soll der Kobold ja auch funktionieren.

Ebenso einzigartig der grüne Kunststoffstiel mit seinem Stielverschluß. Die Schwachstellen an den Verschraubungen sind von innen mit Holz verstärkt.

Da sich ein paar Geräte angesammelt hatten, werden diese auch in einem Durchgang restauriert. Hier die beiden "111"er. Links ein deutscher und rechts der Folletto. Kann man schön an den verschiedenen Farben des Typenschildes erkennen.

Die beiden "53"er. Rechts ein älteres Modell, welches ausschließlich als Viehputzgerät verwendet wurde, links ein neuerer mit kleinem Druck auf dem Typenschild.

Alle vier Motoren fertig zum bearbeiten. Wie bei den "111"ern so üblich......... Die Kunststoffmutter am Schalter ist festgeklebt und läßt sich nicht lösen. Macht aber nix, denn um die Elektrik später wieder in Gang zu bringen, muß der Schalter nicht auseinandergenommen werden.

Zuerst die Deckel mit dem Kobold Symbol entfernen, Messingschrauben separat sortieren.

Die Kobolde in ihren Einzelteilen.

Diese Teile können unbeschadet in der Spülmaschine gereinigt werden, vertragen sogar den Unterkorb und in den Besteckkasten die Muttern von den Modellen "53", sowie die kompletten Schalter reinpacken.

Die Oberschalen der Motorköpfe würden zwar auch die Spülmaschine vertragen, jedoch das Typenschild, welches angenietet ist, nicht. Hinterher wäre kein Schriftzug mehr zu erkennen. Also Handwäsche! Schön zu erkennen der Farbunterschied in der Oberschale, zwischen geschützem Oberteil und Gebrauchsgehäuse.

Das Unterteil des Modell "53" lieber nicht mit zuviel Wasser in Berührung kommen lassen, denn hier ist der Aufkleber, welcher darauf hinweist vor Anbringen des Zubehör´s den Netzstecker zu ziehen, einfach noch super erhalten und er soll es auch bleiben.

Anschließend mit einem abgenutzten Glitzi Schwamm und der Scheuerseite, zusammen mit Kraft- und Kunststoffreiniger, die Oberschalen von noch fest anhaftendem Schmutz befreien. Bei einem neuen Glitzi Schwamm wäre die Scheuerseite zu kräftig und würde unschöne Kratzer hinterlassen. 

Unzugängliche Stellen, wie die Aussparung für den Schalter und die Spezialsteckdose, kräftig mit Reinigungsmittel einsprühen und der Zahnbürste bearbeiten. Geht wunderbar! Wie man deutlich erkennen kann, es sind nur noch drei Oberschalen übrig geblieben. Da der Folletto im Original bleiben soll und ich nur zwei Viehputzgeräte herrichten wollte, konnte ich aus den verbliebenen drei Oberschalen die zwei besterhaltensten auswählen.

Einwandfreies Ergebnis! Nur den kompletten Farbausgleich zu dem früheren hellen cremefarben wird leider nicht mehr zu erreichen sein. Äußere Einflüsse wie Sonnenbestrahlung, Raucherhaushalt und die spätere Unterbringung in irgendeinem Keller- oder Dachbodenraum lassen sich nicht wegputzen!!!

Anschließend die Kunststoffteile mit der Sonax Chrom- und Aluminiumpoliturpaste lt. Anweisung polieren. Auch hierbei nur Baumwolltücher benutzen, die ohne Weichspüler in der Maschine gewaschen wurden. Je intesiver die Politur, umso schöner das Ergebnis hinterher.

Zwischenzeitlich ist die Spülmaschine fertig und auch diese Teile kurz nachpolieren.

Die vier Motoren vor der Motorwäsche. Deutlich zu erkennen das der linke aus dem alten "53"er wirklich Schwerstarbeit geleistet hat, sowie der geborstene Störschutz aus dem deutschen Kobold Modell "111". macht nix, denn der Motor wird nie wieder in Dauergebrauch genommen und irgendein Hörspiel mit Frau Kabel stören. Verlötete Enden abzwicken und gut isolieren.

Diese drei Kraftreiniger reichlich in die Motoren einsprühen und einwirken lassen.

Fertig zum ausspülen mit heißem Wasser.

Dann zum trocknen auf die Heizung.

Ebenso die Schalter aus der Spülmaschine. Normalerweise über Nacht komplett austrocknen lassen. Wem es aber nicht schnell genug geht, einfach mit dem Fön trocken blasen, die Motorkohlen kontrollieren, sollten diese abgenutzt sein, einfach durch gute aus einer alten Elektroteppichbürste ersetzen und die Lager ölen und/oder fetten.

Kaputter Deckel und Reste der ehemaligen Anschlußkabel sind Ausschuß und ab in den Müll damit!

Ebenso dient diese Motorkopfoberschale zu Versuchszwecken neuer Restaurationtechniken.

Auch hier ganz deutlich die Schwerstarbeit als Viehputzgerät im Stall noch zu erkennen - trotz gründlichster Reinigung......... Die beiden inneren dunklen Ränder kommen von der Abnutzung der Motorkohlen, die heiß gegen den Kunststoff geschleudert wurden. Oben kreisrund, das ist einfacher Viehdreck, der sich in über 50 Jahren eingefressen hat.

Die Gummiteile auf keinen Fall mit Wasser in Berührung kommen lassen!

Die Farbe und der über 50ig jährige Weichmacher danken ein Bad in Kunststofftiefenpflege viel mehr und werden wieder richtig schön.

Auch die neuen Dichtungsringe, rechts, für die Staubbeutel - von aresgo.de - vertragen ein ordentliches Einsprühen. So läßt sich das aufgebrachte Talkum leicht entfernen.

Der Staubbeutel des Folletto "111" vorher. Festes Garn zum Befestigen am Anschlußstutzen nur direkt am Knoten aufschneiden und zur späteren Wiederbefestigung aufbewahren!

Wie bei allen anderen Modellen zuerst den Staubbeutel vom groben Innenschmutz befreien und im Spülbecken mit haushaltsüblichem Geschirrspüler oder Feinwaschmittel linksherum vorwaschen.

Einmal Hauptwaschgang bei 60 Grad mit Waschpulver verträgt der Staubbeutel einwandfrei. Schön zu erkennen die innere, grobe Stoffoberfläche, die den Feinstaub am herausfallen aus dem Beutel hinderte.

Nocheinmal Hauptwaschgang bei 60 Grad, diesmal jedoch mit Entfärber für die Waschmaschine und rechtsherum.

Dann nocheinmal zum Färben in die Waschmaschine. Färbesalz und Farbe gemäß Anleitung in die Waschmaschine geben. Anschließend zum trocknen aufhängen - NICHT IN DEN TROCKNER!!! Leider leidet der goldene Aufdruck hierunter und ich habe nicht die ruhige Hand um diesen wieder nachzuziehen.

Angerostete und oxidierte Schrauben mit dem Dremel (428) bearbeiten.

Die Messingschrauben, die das Koboldemblem halten und durch ihre goldene Farbe zieren, leicht in die Oberschalen einschrauben und mit Goldfarbe auf neuen Hochglanz bringen. Ist ein kleiner Tip, denn so können sie aufrecht trocknen und nicht umfallen.

Alles fertig zum Zusammenbau, aber noch ohne Stoffbeutel.

Vorwerk Kobold Folletto "111" mit dem einzigartigen Stielverschluß, den nur die Modelle in Italien hatten.

Vorwerk Kobold Modell "111" als Viehputzgerät.

Vorwerk Kobold Modell "53" als Viehputzgerät.

Den "guten, alten" Kobold "117" in einen Aufstellfuß stecken, die trockenen Stoffbeutel richtig naß mit der Sprühstärke einsprühen und los geht es zum "Steiftrocknen". Beutel zum Folletto von vorne.

Und die Rückansicht.

Leider läßt sich das Kobold Modell "116" nicht für diese Tätigkeit verwenden, denn ihm wurden Kunststoffnarben am Ausblasstutzen verpaßt, sodaß bei Einführung dieses Modell´s keine alten Staubbeutel mit Rundanschluß wiederverwendet werden konnten...... Beutel zum "53"er.

Vorwerk Kobold Folletto "111" komplett wieder hergestellt. Die ruhige Hand zum nachzeichnen fehlt leider zur Zeit noch......... Dennoch genial geworden, dieser alte Vorwerk Folletto "111"

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martin.damsz@t-online.de

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