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Einzelne Schritte siehe Restauration Vorwerk Kobold Modell "117" sowie die Restaurationsgalerie zum Vorwerk Kobold Modell "111"

Ein weiteres Exportgerät für den irländischen Markt, jedoch keinerlei Unterschied zu dem in Deutschland vertriebenen "Vorwerk Kobold Modell 114". Lediglich beim Zubehör ein wenig abgeänderte Varianten


Ebenso wie in den deutschen Anleitungen wird der vielfältige Einsatz des "Vorwerk Kobold" anschaulich erklärt, inclusive der Nutzung des damals erhältlichen Zubehör

Garantiekarte "Vorwerk 114 Universal" vom 22.12.1959


Einwandfrei und sehr sorgfältig verpackt ist der "Kobold" aus England eingetroffen


Auch nach dem Erhalt von etlichen "Kobolden" ist es für mich immer wieder spannend so ein außergewöhnlich selten zu findendes Gerät Stück für Stück der Verpackung zu "entreißen"


Nachdem jedes einzelne Papierschnipsel zweimal durchforstet wurde, um nicht aus Versehen etwas unbedacht zu entsorgen, erst einmal sortieren. Das Zubehör ist teilweise nagelneu und unbenutzt, die Motoreinheit weißt nur leichte Gebrauchsspuren auf und die Trockenhaube landete gleich im Müll! Ein einziger klebriger Haufen Plastik, den man mit bloßen Händen gar nicht mehr anfassen möchte - leider, genau wie das Möbelschutzgummi und der Kabelhalter zum aufstecken, hat an diesen Kunststoffteilen der Zahn der Zeit genagt. Auch der englische Dreistiftstecker wurde schon im Vorfeld durch den Verkäufer entsorgt.........

Der Stiel ist ziemlich in Mitleidenschaft geraten, ließ sich jedoch einwandfrei wieder in seine zwei Einzelteile zerlegen - dies ist nicht immer der Fall, es kommt drauf an wie stark die beiden Stielhälften beim ersten Zusammenbau, laut Gebrauchsanweisung, aufgestaucht wurden um eine dauerhafte und feste Verbindung einzugehen. So ist er jedoch prima zum abschleifen und neu lackieren geeignet. Der original Stoffbeutel wurde bei einer dokumentierten Reparatur gegen die neuere Version des "Kobold Modell 115" ausgetauscht. Ursprünglich identisch wie bei dem seltenen "Kobold Modell 112" mit Reißverschluß, Innenbeutel und dem "Vorwerk Vacmaster" Aufdruck in goldenem Schriftzug


Wie bei dem "Vorwerk Kobold 115" aus Norwegen ziert hier lediglich der Vorwerk Schriftzug, noch in der lesbaren Richtung zur bedienenden Person, ohne den springenden Kobold, den oberen Kunststoffdeckel

Auf der Unterseite befindet sich das genietete Typenschild mit den Herstellerangaben. Made in Germany, für "Vorwerk Vacmaster" Dublin - Irland, ebenso die Betriebsspannung von 220 Volt und die Leistungsaufnahme von 200 Watt. Modell 114 Type 5 H


Die unbenutzten Zubehörteile landen erst einmal in dem Oberkorb der Spülmaschine. Ich kenne Sammler die dies wohl heimlich machen müssen, obwohl ansonsten Geschirr mit den unmöglichsten Rückständen unbedenklich darin gereinigt wird.........  Auf die Kunststoffstärke achten, denn die lange Spitzdüse ist zum Beispiel nicht dafür geeignet, sie würde sich verformen, ebenso das gebogene Verlängerungsrohr. Diese werden später von Hand gereinigt


Der erste Test bei den Geräten ab dem Modell "52" geht immer dahingehend ob sich die Kunststoffmutter um den Einschaltknopf von Hand lösen läßt. Vorwerk war teilweise so "genial" und hat diese mit dem Gewinde verklebt....... Mit dem Hintergedanken das niemand bei einem defekten Einschaltknopf selber Hand anlegen kann und somit der Kundendienst in Anspruch genommen werden muß, denn wer sonst hatte damals die Ersatzteile, auch wenn sich lediglich ein Kabel gelöst hat???

Ging hier problemlos mit ein wenig Kraftanwendung - keine Wasserrohrzange benutzen, die rutscht generell ab und zerkratzt mehr als man als Ergebnis der Kraftübertragung davon erwartet! Möbelschutzgummi entfernen, dann die Schrauben aufdrehen, jedoch Vorsicht beim aufdrehen der Schrauben um ein Abrutschen zu vermeiden. Tiefe Kratzer lassen sich nicht mehr rauspolieren und nur sehr schwer wieder beischleifen. Darauf achten das mit dem richtigen Werkzeug gearbeitet wird. Das Modell "114" ist das erste, welches mit beiden Schraubversionen verarbeitet wurde. Kreuz und Schlitz. Das Oberteil abheben, Schalter und Kabelschutzgummi entfernen. Im Unterteil die Motoreinheit losschrauben, ebenso die Schraube am Kontakt zur Spezialsteckdose lösen, das Typenschild und das Vorwerk Emblem zur Seite legen und die Einzelteile vorbereiten. Das Typenschild ist genietet und läßt sich mit einem Teppichmesser und einem kurzen Hammerschlag leicht lösen


Eigentlich wollte ich soviele Originalteile wie möglich verwenden, jedoch war das Innenleben verwahrlost, angegriffen und unmöglich verdreckt! Zwei gut erhaltene Modelle "114" und ein Modell "115" dienen als Erstazteilspender. Die beiden Modellversionen unterscheiden sich lediglich im Typenschild. Beim zusammenschrauben des Ober- und Unterteil´s bitte auf die "114"er Version achten, Modell "115" hat weniger Schrauben und eine eingegossene Öse am Unterteil worin der Tragegut eingeklinkt wurde.


Das Möbelschutzgummi, das Kabelschutzgummi und die Gummikappe zum Befestigen des Kabel´s an der Oberseite des geraden Metallstiel´s sind nur noch zu entsorgen. Billige Resteverwertung, oder schlechte Materialauswahl um diese Teile herzustellen - taucht in fast jeder Modellreihe auf..........


Vier einwandfreie 220 Volt Motoren mit einer Leisungsaufnahme von 200 Watt stehen hier zu Verfügung, ich habe den unbenutzten, also quasi Fabrikfrischen, ausgewählt. Benutzte ältere Motoren generell auseinandernehmen und reinigen. die Qualität der Motorkohlen prüfen und die beiden Lager neu mit Kugellagerabschmierfett versehen. Beschädigte Propeller, seien es Ausbrüche an den einzelnen Rippen, oder es fehlen sogar gänzlich welche, nicht weiterverwenden, sondern entsorgen! Das passiert ganz schnell, denn wer benutzt sein noch funktionierendes Altgerät nicht mal für die Garage, den Grillplatz oder den Keller und hat schnell einen kleinen Stein eingesaugt der dem Aluminiumpropeller das letzte gibt? Kann man im Vorfeld schon beim testen an der Lautstärke des Motor´s erkennen

Lediglich das Originalteil der Spezialsteckdose mit geraden Anschlüssen wird umgelötet


In der Zwischenzeit läuft schon wieder die Spülmaschine mit den Kunststoffteilen der Kobolde und um die Zeit sinnvoll zu nutzen, die "neuen", äußeren  Gummiteile mit Kunststofftiefenpflege reinigen und nachpolieren. Der klare Deckel des Vorwerk Logo´s mit der SONAX Polierpaste polieren. Von dem Typenschild am besten die Finger ganz weglassen, oder nur leicht mit Spüliwasser reinigen. Es besteht nur aus dünnem Aluminiumblech mit grünem Farbaufdruck, welcher verblaßt, geht man mit zu scharfen Mitteln daran

Da der kleine Aufstellfuß unbenutzt ist, ist die Reinigung mit der Kunststofftiefenpflege hier ebenso ausreichend wie bei der Spitzdüse. Einsprühen, die Ecken mit einer alten Zahnbürste bearbeiten, kurz einwirken lassen und nachpolieren


Bei dem Gerät gibt es nur minimale Arbeiten mit dem Dremel und dem Vorsatz 428 an den Schrauben. Die Schrauben des Stiel´s haben leichte Patina angesetzt und sind ein wenig verschmutzt. Hier hat sich ein Modell "34" dazwischengeschmuggelt, bei dem auf die Schnelle die Rändelschraube des Einschalters bearbeitet wird um sie an einem bereits restaurierten Gerät weiterzuverarbeiten


Zwischeneitlich ist die Spülmaschine fertig und die Einzelteile trocken, die Vorarbeiten abgeschlossen und das Gerät kann wieder zusammengesetzt werden. Erst das Kabel durch die Kabeltülle ziehen, darauf achten das die spätere Richtung stimmt, das ganze durch die runde Öffnung ziehen, das Kabel durch den Kabelschutz ziehen und erst einmal viel Luft lassen um den Schalter anzuschließen. Hier gibt es im Gegensatz zu den alten Modellen nicht viel verkehrt zu machen, da nur die zwei Adern angeschlossen werden. Sollten Sie Sich das nicht zutrauen, fragen Sie jemanden der Kenntnis davon hat. Den Druckschalter durch die Öffnung von außen erst einmal leicht mit der runden Kunststoffmutter festziehen und fixieren. Achten Sie darauf das der Kontakt zur Spezialsteckdose stimmt. Dann den oberen, runden Deckel mit den beiden Schrauben befestigen, bitte darauf achten das die spätere Richtung des Vorwerk Logo´s in Richtung der saugenden Person zeigt. Erst ab dem Modell "115" wurde hier die Blickrichtung geändert


Schön zu sehen, das MEHR an Kreuzschrauben, welche am Modell "114" verarbeitet wurden. Die langen Schrauben halten das Oberteil und die kurzen waren eigentlich nur die Fixierung des geklebten Unterteil´s, welches aus zwei Teilen besteht. Anscheinend hat man diesen ersten Klebeversuchen bei den beiden Modellen "112" und "114" nicht so ganz getraut und deshalb diese nochmal´s fixiert. Durch das Heißkleben auch die leichte gelbliche Verfärbung, wird ja anschließend durch das Möbelschutzgummi verdeckt. Das Typenschild befestigen, die alten Nieten werden auf Dauer nicht halten, deswegen eventuell mit einem Klebstoff nachhelfen, oder die zwei kleinen Schlitzschrauben zur Befestigung des Typenschildes vom Modell "115" verwenden. Anschließend das "neue" Möbelschutzgummi um den Motorkopf ziehen. Die Kunststoffmutter des Einschalters etwas fester drehen und schon kann ein Testlauf durchgeführt werden. Motorkopf am Ausblasstuzen festhalten, Stecker einstecken und Schalter betätigen. Ich versuche dies schon ein paar Arbeitsschritte vorher, doch dieses ist die sichere Version!


Der ursprünglich mitgelieferte Stoffbeutel gehörte ja zu dem Modell "115", mangels einem original Vacmaster Stoffbeutel wurde hier die in Deutschland vertriebene Version des kleinen Stoffbeutel´s für die ersten kleinen Innenpapierfilter verwendet

Seitlich 1

Vorne

Seitlich 2

Der in Deutschland vertriebene Vorwerk Kobold Modell "114"

Seitenansicht


Tragegurt, Saugschlauch und Überbodenzubehör

Aufstellfuß und Heißluftdusche mit Trockenhaube

Die Glattbodendüsen. Schon interessant, eine made in Germany, die zweite made in Norway. Wobei die letztere am Ansatzstutzen schon vier leichte Kunststofferhöhungen hatte, welche sicheren Halt am Gerät brachten

Die Teppichdüse mit Filzaufsatz zum reinigen der Hartböden

Die Teppichdüse mit Bohnerblock. Einfaches Prinzip! Die Teppichdüse, ohne den Filzaufsatz, wird in die Aussparungen des Bohnerklotzes eingeschoben. Dieser wurde auch Zeitweise so in Deutschland vertrieben

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Fragen und Anregungen gerne an meine eMailadresse

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martin.damsz@t-online.de

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