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Der letzte braune Vorwerk Kobold und der erste im neuen Kunststoff. 

Das Foto der eingesetzten eBayauktion war wohl ein wenig geschminkt!!! Denn beim Eintreffen des Paketes fand ich dieses Gerät zwar grob greinigt, jedoch in fragwürdigem Zustand vor. Aber auch hier läßt sich mit etwas Geschick und viel Mühe noch etliches retten und den recht seltenen "52"er in einigermaßen schönem Glanz erstrahlen. Doch nun zu den einzelnen Schritten.


Vorsichtig aus dem Transportkarton befreit und erst mal grob in Augenschein genommen.


Vor dem Zerlegen in seine Einzelteile wirklich erstmal alles genau begutachten!


Vorsichtig die einzelnen Bestandteile des Kobold abschrauben und vor dem Reinigen sortieren nach Kunststoff, Elektrik, Motor, Schrauben etc.


Nocheinmal auf Vollständigkeit prüfen und die Schrauben separat aufbewahren. Diese werden mit dem Dremel bearbeitet.


Der Motor ist identisch mit denen der Vorwerk Modelle "53" und "111". Sollte dieser nicht mehr zu benutzen sein, aufgrund eines Defektes, oder weil er einfach zu stark beansprucht wurde, so kann er billig gegen die oben genannten ausgetauscht werden. Hier habe ich den Motor einfach mit heißem Wasser und Kunststoffreiniger vorgereinigt und zum trocknen auf die Heizung gelegt. 

Oben gezeigtes Gerät hatte definitiv nicht genügend Potential um aufgearbeitet zu werden, also mußte noch ein zweiter her und als dritten wählte ich den im Korpus ausgeblichenen Vorwerk Kobold Pferdestaubsauger Modell "52". Den Korpus wollte ich schon immer gegen einen einigermaßen erhaltenen dunkelbraunen austauschen.

Hier nochmal die "neuen" Einzelteile.


Eine Vorreinigung der Kunststoffteile - Achtung!!! Nicht die Gummiteile!!! - mit warmem Spülwasser säubern um den groben Schmutz zu entfernen und nach dem Abtrocknen mit Kunststoffreiniger ordentlich einsprühen. Mit dem blauen Spontexschwamm vorsichtig Farbspritzer und sonstige festsitzende Verschmutzungen entfernen. Die Teflonbeschichtete Seite hierzu benutzen.


Um Macken und Kratzer im Korpus zu entfernen nehme ich die Sonax Schleifpaste, die sich auch für die "Blechdosen" gut bewährte. Diese wird ebenfalls mit mit der Teflonseite des Spontex Schwamm, oder mit feinstem Schmirgelpapier benutzt. Je intensiver und genauer der Vorgang durchgeführt wird, umso schöner hinterher das Endergebnis. 


Feine Nacharbeiten mit der Sonax Chrom- und Aluminium Politurpaste. Mit einem trockenen, nicht mit Weichspüler behandeltem Tuch nachpolieren.


Diese lassen sich gerade bei tiefen Kratzern nicht vermeiden! Mein Tip, die Kunststoffteile mit feinem Waffenöl einreiben und die weißen Reste der Paste mit einer weichen Zahnbürste entfernen.


Das nächste einfache Hausmittel, die Schuhcreme........ Dunkelbraune Schuhcreme aus der Dose mit einem Staubtuch auftragen, antrocknen lassen und aufpolieren. Gibt wunderbare Ergebnisse bei dem Modell "52".


Die Gummiteile vorher.

Das Anschlußkabel ist bereits entsorgt, es war einfach zu brüchig und somit nicht mehr sicher zu benutzen. Möbelschutzgummi, Motorgummiring, Kabelschutz etc. nicht mit Wasser in Berührung kommen lassen. Dadurch verlieren diese Teile ihre Restfarbe und leiern aus. Hier nur mit Kunststofftiefenpflege Matt oder Hochglanz reinigen. Dick einsprühen, einwirken lassen und vorsichtig aufpolieren. Der Kabelschutz war schon an mehreren Stellen porös und gebrochen, das meiste konnte jedoch mit Superklebergel wieder gerettet werden. Vollständig aushärten lassen und ebenfalls mit der Kunststofftiefenpflege behandeln. 

Diese Teile hier sind absoluter Ausschuß und werden entsorgt.


Beide Lager des Motor´s mit Kugellagerabschmierfett behandeln und die Motorkohlen prüfen. Sind diese abgenutzt, so entweder neue einsetzen, oder noch guterhaltene gebrauchte aus Austauschgeräten wie zum Beispiel einer alten Elektroteppichbürste, einsetzen. Ähnlich wie bei den vorhergehenden Modellen.


Kann in jedem Bauhaus erworben werden und wird in einer Vielzahl von Brauntönen angeboten. Am schönsten sind die dunklen Brauntöne und darauf achten das es nur zweiadrig ist. Der ursprüngliche Kobold Modell "52" hatte keinen Erdungsleiter und auch keinen Schukostecker. Erst die spätere Version wurde auch mit Erdung verkauft, obwohl das Gerät selber doppelt isoliert ist. Ich gehe davon aus das dies hauptsächlich im Gebrauch als Viehputzgerät der Fall war.


Nachdem der gröbste Dreck aus dem Beutel entfernt wurde, diesen vorsichtig vom Gewindestutzen entfernen. Die Wickelkordel an einer Stelle, am besten in der Nähe des Knotens, aufschneiden und abwickeln - wird später wieder verwendet. Den mit dem Gewinde verklebten Beutel vorsichtig mit einem flachen Schraubendreher Stück für Stück lösen und erstmal unter dem Wasserhahn, mit warmem Wasser reinigen. Danach kann er in der Waschmaschine links bei 40 Grad, ohne Weichspüler, gewaschen werden.

Das Aufziehen des gefärbten Staubbeutels auf den Gewindestutzen. Notwendig ein Klebegel, am besten geeignet das Gel von Uhu, eine Flachzange um den Stoff bis zum Ansatz zu ziehen und natürlich die alte Kordel um die Klebestelle zu fixieren.

Anschließend den Gummiring wieder anbringen. Falls zu sehr verrottet, bei aresgo.de welche in grün besorgen und mit Autolack in der passenden Farbe anpassen.


Hierzu eignet sich die hier abgebildete Textilfarbe Nr. 1510 dunkelbraun für die Waschmaschine hervorragend, jedoch genau nach Anleitung färben und immer mit Färbesalzzugabe!


Am besten mit einem alten "117"er im Aufstellfuß für die Heißluftdusche, da der Rundanschluß dort im Gegensatz zum "116"er wieder draufpaßt. Ordentlich mit Sprühstärke einsprühen und den Überschußaustritt mit einem Tuch entfernen. So erhält der Beutel eine schöne, dauerhafte Form.


Alle Schrauben mit dem Dremel von Rost und Anhaftungen entfernen. Schutzbrille tragen und am besten draußen, denn der 428er Dremelvorsatz schleudert einzelne Späne mit sehr hoher Geschwindigkeit in Richtung des Benutzers. Die beiden Schrauben um das Koboldemblem zu befestigen mit einem Goldstift der für Metall geeignet ist einfärben.


Die Einzelteile nun der Reihe nach wieder zusammenbauen, auch hier leider kein Tip bezüglich der Elektrik! Dieses sollten sich wirklich nur versierte Fachleute zutrauen, damit kein Fehler dabei passiert.


Eigentlich für den abgenutzten, ursprünglichen "52" ein schönes Ergebnis.


Modell "52" als Universalsauger.

Modell "52" umgerüstet zum saugen von Teppichen mit der Teppichbürste.

Den Holzstiel im passenden Braunton beizen und mit Antikwachs auf Hochglanz bringen. Beim "52"er waren die beiden Kabelaufwicklungen vorne angebracht. Der Vorwerk Kobold Modell "52" als Saugbohner.

Der Vorwerk Kobold Modell "52" als VoKo - Bohner für die Fußbodenreinigung in großen Räumen. Hotels, Gaststätten, Schulen, Krankenhäusern, Fabrikräumen und Büros. Leider nur der Werbeflyer! Wenn noch irgendwo vorhanden, Angebote gerne an meine eMailanschrift.

Der Vorwerk Kobold Modell "52" mit Verlängerungsstange und kleiner Bürste um schwer zugängliche Stellen mühelos zu erreichen.

Die Version als Heißluftdusche mit der Trockenhaube darf hier natürlich nicht fehlen.

Aus den drei Einzelgeräten sind zwei wunderschöne Resultate herausgekommen. Hier der Pferdestaubsauger vorher. Deutlich unter dem Haltering der alte Möbelschutzgummi zu sehen, der ja nunmehr entsorgt ist.

Und nach dem Austausch.

Oktober 2008 nun auch mein Lieblingsmodell mit einer passenden Elektroteppichbürste - vielen lieben Dank an Matthias Werner

Sowie ein Handgerät zum verschicken an einen Sammlerkollegen, der mir mit viel Aufwand bereits zur Seite stand.

Fragen und Anregungen bitte per Mail an martin.damsz@t-online.de




 
   
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